Studioglas

Studioglas

Studioglas, auch „neues Glas“ genannt, ist der Sammelbegriff für zweckfreie moderne Kunstobjekte aus Glas.

Schon in den 50-er Jahren gab es in vielen europäischen Glasregionen – Tschechoslowakei, Venedig, Skandinavien, Holland – Bestrebungen mit bemerkenswerten Ergebnissen in Richtung Glaskunst. In den USA wurde 1962 der erste kleine Glasschmelzofen gebaut. Damit war für Künstler erstmals die Voraussetzung gegeben, unabhängig von der früher üblichen engen Bindung an die Glashütten im eigenen Studio Glas frei zu gestalten.

Die künstlerische Ausdrucksmöglichkeit ist nicht nur auf die sogenannte „heiße Technik“ beschränkt. Sie wird ergänzt durch eine Vielzahl anderer, auch traditioneller Veredelungstechniken. In den Glasstudios entstehen Unikate und kleine Serien.

Künstler der Studioglas-Bewegung arbeiten weltweit. Ihre Objekte widerspiegeln oft spezifische Merkmale des eigenen Kulturkreises.

In Rheinbach kamen wichtige Impulse vom Glashaus am Wasserturm, das 1982 von Chris und Udo Edelmann  hier eröffnet wurde. Durch die regelmäßigen Ausstellungen und Workshops mit internationalen Glaskünstlern wurde die Studioglasbewegung in der Region populär und es entstanden beachtliche Sammlungen. Auch das Glasmuseum öffnete sich dem Studioglas. 

Die Studioglas-Sammlung umfasst vor allem Arbeiten von Künstlern, die im Glasmuseum wie auch im Glashaus am Wasserturm von Chris und Udo Edelmann ausgestellt haben. Ergänzt wird dieser Bestand durch die Sammlungen „Helga Bruns“ und „Mülstroh“.

 

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